THEORIE UND PRAXIS IN THEORIE UND PRAXIS

Tot im SuperRiesenAquarium (1996)


Eine Komödie ohne Zukunft

Walter Wohl liegt tot am Boden. Inspektor Hasel und sein Gehilfe Frank nehmen die Ehefrau Hilde, die verstört zwischen Fischkadavern, Blutlachen und Möbeltrümmern sitzt, als Mordverdächtige fest. Die Geschichte (einer Ehe) beginnt an ihrem Ende - der Anfang war die Entlassung Walters aus der Firma CyboFlex nach 30 Arbeitsjahren. Aus dem Delirium, in das er sich von da an tagtäglich säuft, befreit ihn erst das Abschiedsgeschenk der Firma, eine CyberSpaceFunBox mit Brille und Steuerknüppel. Zuerst ist Ehefrau Hilde erleichtert. Ihr schwangerer Guppy Waldemar und seine Glasbehausung sind erstmal ausser Gefahr. Doch dann erhält sie mit der Bestellung eines grösseren Aquariums eine SuperRiesenFigur als Gratisgeschenk: Den depressiven, auf ewig bestraften Tantalos. Niemals wird er die vor ihm sichtbar hängenden Früchte, das so heiss ersehnte Wasser erreichen werden können, da er die Götter mit einem Gulasch zubereitet aus seinem eigenen Sohn auf die Probe zu stellen gewagt hat. Hilde ist ratlos, Ehemann Walter auch keine Hilfe, er hält Tantalos mit kurzen Seitenblicken für ihren Grossvater. Bald sind Realität und Fiktion nicht mehr auseinanderzuhalten, das Chaos wächst, unerbittlich wird das Wohnzimmers der Wohls zum SuperRiesenAquarium und klar ist: Es wird Tote geben.

Eine Soap in 8 Folgen mit allem, was das Zuschauerherz begehrt: viele schöne stumme Fische, nackte Frauen, die plötzlich im Wohnzimmer stehen und eine Dusche suchen, ein ehemaliger Freund der Götter im Aquarium und ein Fantasy-Kämpfer mit Maschinengewehr, der wirklich töten kann.

theatertext zeller

 

Uraufführung
theater rampe Stuttgart
28.07.2001

Regie: Stephan Bruckmeier
Bühne: Claudia Flasche
Film: Volker Gläser

mit: Johanna Niedermüller, Klaus Wildermuth, Dominik Glaubitz

 

PRESSESTIMMEN

 

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